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Die Bletterbachschlucht - 'Grand Canyon Südtirols'

Als 'Grand Canyon Südtirols' bezeichnen Einheimische die Bletterbachschlucht mit ihren bis zu 200 Meter hohen Felswänden. Zwar ist der Südtiroler Ableger nicht ganz so gewaltig wie das nordamerikanische Orginal, doch atemberaubend schön ist er ebenfalls.

Auf einer Länge von zwölf Kilometern und einem Höhenunteschied von 2000 Metern hat sich der Bletterbach in Werfener Schichten, Grödner Sandstein und Bozner Porphyr eingegraben. Auf dem schönsten Abschnitt zwischen „Taubenleck“, „Butterloch“ und dem Talende liegen in den Steilwänden die Gesteins- und Sedimentschichten vom Unterperm (vor ca. 280 Millionen Jahren) bis zur Mitteltrias (etwa 235 Millionen Jahren) offen – ein phantastisches Kapitel Erdgeschichte.

Droben am Talende, wo sich vor der 600 Meter hohen Schlusswand die Bletterbachschlucht zu einem breiten Kessel weitet, noch eine Laune der Natur: links der Gipfel des hellen und freundlichen Weißhorn (2317 Meter), gleich rechts daneben, der Gipfel des düster-dunklen Schwarzhorn (2439 Meter).

Wer gut zu Fuß ist, schafft den Weg durch die Bletterbachschlucht ebenso wie den Auf- und Abstieg auf wenigstens einen Gipfel an einem Tag. Weniger geübte und Familien mit Kindern sollten die herrliche Bergtour lieber bei einem extra Ausflug angehen. Vom Jochgrimmpaß aus, der gut mit dem Auto zu erreichen ist, sind beide Gipfelrouten leicht zu erreichen.

Zu beachten ist, dass die Schlucht im Frühjahr deutlich mehr Wasser führt. Der Bletterbach muss öfters gequert werden. Gutes Schuhwerk ist unerlässlich.
Anfahrt über die Autobahnausfahrt Neumarkt/Auer, weiter nach Aldein oder Radein.